Here we go again

Donnerstag, 29.03.2018

Hallo Leute,

nach fast 2 Jahren erwartet mich ein neuer, längerer Auslandsaufenthalt. Wie schon in meinem letzten Post in Australien erwähnt, wusste ich, dass es nicht allzu lange dauert bis es mich mal wieder in die weite Welt verschlägt. Dieses Mal ist aber alles etwas anders und geregelter und ich werde nicht ganz so ins kalte Wasser geschmissen wie, als es in Australien los ging. Es handelt sich um ein Praxissemester im Rahmen meines Studiums in den USA. Genauer gesagt in Texas. Back to the roots würde ich sagen, denn wie bestimmt alle wissen, die das hier lesen, bin ich dort aufgewachsen und hab dort 5 Jahre gewohnt. Ich werde also einen Alltag haben, denn 19 Wochen werde ich bei einem Reiseveranstalter arbeiten und danach noch 3 Wochen in Südamerika verbringen.

Ich bin sehr nervös und der Abschied fällt mir mal wieder nicht leicht, aber-wie immer- wird morgen alles ok sein, sobald ich im Flugzeug sitze. 

Also Freunde, mehr Infos kommen bald. 

Cheers Australia ❤

Dienstag, 31.05.2016

Cheers Australia ❤

Puh. Fast genau 200 Tage habe ich jetzt hier verbracht, war ca.15,000km weit weg von Zuhause. Selbstständiger kann man in diesem Alter eigentlich ja fast gar nicht sein. Und irgendwie hab ich alles ohne grössere Probleme geschafft.

Wer denkt, dass ich mir jetzt mehr oder weniger 7 Monate Urlaub genommen habe, irrt sich. Es war nicht immer nur alles einfach und toll. Es gab ein paar Momente, wo ich mir gedacht habe: Julia, was machst du hier überhaupt? Aber trotzdem habe ich diese Reise nicht eine einzige Sekunde bereut. Auch, wenn sehr viel erspartes und erarbeitetes Geld dafür drauf gegangen ist.

Es war einfach genau das Richtige für mich und, wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich mich niemals in dieser Form weiterentwickeln können. 

Ich hab mit Einheimischen gelebt und mit Backpackern aus aller Welt, hab in abgeranzten Hostels und in schönen Privathäusern gewohnt, hab einen Job gefunden, viele und lange Busfahrten durchstanden, wochenlang im Freien gelebt, bin tausende von Kilometern gefahren, war schwimmen an den schönsten Stränden, bin auf hohe Berge gewandert, hab die besten Leute kennen gelernt, musste komplett Fremden vertrauen, hatte inspirierende Gespräche, hab geweint, hab gelacht, mich Sachen getraut, die ich früher nie gemacht hätte und vor allem hab ich wenigstens ein bisschen zu mir selbst gefunden. Oder zu der Person, die ich eigentlich bin. So doof und kitschig wie es sich anhört. Ein Spruch von Albert Camus lautet: Das Reisen führt uns zu uns zurück. Und wahrer könnte es nicht sein.

Ich habe mir heute mal so überlegt: Haben mir diese 7 Monate überhaupt irgendwas gebracht? Und dann habe ich einfach angefangen alles aufzuschreiben, was mir diese Zeit gebracht hat oder was ich auf dieser Reise gelernt habe. 

Am Anfang sind mir nur so Sachen eingefallen wie besser Englisch sprechen, Kochen, besser Auto fahren, offener und selbstständiger sein, auf fremde Leute zu gehen und so weiter. Aber mit der Zeit sind mir immer mehr Sachen eingefallen und meine Liste wurde ganze 4 Seiten lang. 

Und erst jetzt wurde mir bewusst, dass mir diese Zeit sehr, sehr viel gebracht hat. Ich hatte hier überwiegend eine gute Zeit, war teilweise noch nie so glücklich wie hier und hab soo viele Leute kennen gelernt.

Mir persönlich kommt es zwar nur so vor als wäre ich vielleicht 3 Wochen weg gewesen, aber es war schon eine lange Zeit, in der viel passiert ist. Mir fällt es sehr schwer hier wegzugehen, aber ich freue mich auch wieder auf Zuhause. Die ganzen vertrauten Gesichter wiederzusehen und in der vertrauten Umgebung zu leben. Ausserdem wird das sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich auf Reisen gehe. 

Ich bin froh, dass ich den Grossteil dieser Zeit alleine gereist bin. Zu zweit oder mit einer Gruppe hätte ich längst nicht so viel Leute kennen gelernt, wäre nie wirklich auf mich selber gestellt gewesen und hätte Probleme nie selber lösen müssen. Ich musste mich so oft überwinden (vor allem am Anfang) fremde Leute anzusprechen entweder weil ich Hilfe brauchte oder weil ich einfach nicht alleine sein wollte. 

Das Land und die Leute werden mir schon fehlen. Ich werd's vermissen, dass mich einfach fremde Leute spontan anlächeln oder mich im Bus oder Zug in ein Gespräch verwickeln. Oder dass der Verkäufer im Supermarkt fragt wie mein Tag war oder Leute mich zu ihnen nach Hause einladen, obwohl sie mich gar nicht kennen. Ich werde es vermissen am Strand zu liegen und immer mal wieder in das klare Wasser zu springen. Oder in den Großstädten stundenlang auf einer Wiese zwischen den Hochhäusern zu sitzen und die Leute zu beobachten.

Gut, jetzt höre ich mal auf mit dem ganzen tiefgründigen Gerede.

Ich bedanke mich bei allen, die mich unterstützt haben, meinen Blog gelesen haben, mich trotz der langen Zeit und grossen Entfernung nicht vergessen haben und sich immer mal wieder bei mir gemeldet haben! Ich schätze das sehr wert. 

Und jetzt geht raus vor die Tür, bucht ein Ticket ans andere Ende der Welt und sammelt selber so wertvolle Erfahrungen, die euer Leben verändern können. Auch wenn Andere diese Veränderungen vielleicht nicht bemerken werden, ihr bemerkt sie bestimmt! 

Ich hoffe, dass ich den Meisten, die das gerade lesen, sehr bald persönlich wieder Hallo sagen kann. Bis bald dann in der Heimat! :)

 

When we get home, home is still the same. But something in our mind has been changed, and that changes everything.

Brisbane

Montag, 30.05.2016

Am nächsten Tag hiess es dann: Tschüss kleiner Fiat Punto und byebye Roadtrip. Wir haben viel erlebt, viel gehungert, viel gefroren, viel geschwitzt, wenig geschlafen und sind viel gefahren. Über 4500km haben wir zurückgelegt und das in nur knapp 3 Wochen. 

Nach dem Drop off des Autos hiess es dann wieder Rucksack aufschnallen und ab in den Bus. Im Hostel angekommen erwarteten uns angenehme Überraschungen: 1. Ein kostenloses Upgrade vom gebuchten 8er Zimmer in ein female 6er Zimmer. 2. Die Küche wurde renoviert und das Hostel hat uns den ganzen Tag mit kostenlosem Essen versorgt. Das war ein richtiger Luxus. Sogar das Hostelbett mit einer richtigen Matratze hat sich angefühlt wie im Himmel nach den ganzen Nächten auf der air matress im Zelt oder auf dem harten Autositz.

Am ersten Tag sind wir mit der kostenlosen Fähre gefahren und durch die Stadt gelaufen. Dadrauf den Tag haben wir eigentlich das selbe gemacht und uns noch einen dieser besonderen Milchshakes geholt, der aber dieses Mal gar nicht so besonders war. Brisbane gefällt mir von der Stadt her sehr gut, es ist sehr grün, hat eine Lagune und die Skyline ist sehr schön. Besonders wenn man nach Sonnenuntergang auf der Fähre den Fluss entlang fährt. Es erinnert mich hier an eine kleinere, wärmere, ein bisschen weniger schöne Version von Melbourne. Aber besonders viel zu tun gibt es hier nicht :D

Ich habe mich leider kurz vor dem Abflug wieder erkältet, weshalb ich den nächsten Tag viel im Hostel und im Stadtpark am Fluss gechillt habe. An diesem Morgen musste ich mich auch erst mal von Inken verabschieden, aber wir sehen uns ja wieder. Wohnen ja nur 500m auseinander :D

Die letzten 2 Tage kann ich bei Sue verbringen. Das ist die Schwester von Anne, meiner ehemaligen Gastmutter aus Melbourne. Sie und ihr Mann haben mich nach freundlich australischer Art super nett aufgenommen und ich habe zum Schluss nochmal richtigen Luxus mit gutem Essen und eigenem Zimmer. Heute bin ich auch wieder Fähre gefahren, hab auf der Wiese am Fluss gechillt, mir meinen letzten Slurpee gekauft und über meine Zeit hier nachgedacht. 

 

Roadtrip #2

Sonntag, 29.05.2016

Nach Agnes Water ging es nach einer langen Fahrt zum Cape Hillsborough National Park. Dieser ist bekannt dafür dass man Kängurus am Strand sehen soll. Leider hatten wir damit beim Sonnenuntergang kein Glück, aber wir wollten es nochmal bei Sonnenaufgang versuchen. Also sind wir um 5 Uhr morgend aufgestanden und wieder hingefahren und siehe da, es waren einige Kängurus zu sehen. Sowas ist ein richtig australisches Bild: Kängurus, die am Strand entlang hüpfen.

Nach einer weiteren langen Fahrt kamen wir dann in Airlie Beach an. Weiter nördlich wird es für uns in Australien nicht gehen. Hier verbrachten wir eine Nacht auf dem Campground eines Hostels und gaben so das erste Mal etwas Geld für Unterkunft auf diesem Roadtrip aus. Airlie Beach hat eine coole Lagune und von dort aus gehen die ganzen Bootstouren zu den Whitsunday Islands los. 

Ursprünglich hatten wir eine 3 tägige Tour mit einem Tauchgang gebucht, die dann aber 5 Tage vorher wegen Wartungsarbeiten abgesagt wurde. Die ganzen guten und reduzierten Sachen waren natürlich mittlerweile ausgebucht. Wir haben dann eine 2 Nächte Segeltour gebucht, zwar ohne Tauchen, aber sie hat alles wichtige beinhaltet. Am ersten Tag sind wir morgens auf das Segelboot. Nicht besonders gross für 30 Leute, aber es hat gepasst. Alle auf dem Boot waren etwa 19-30 und kamen aus den verschiedesten Ländern wie Chile, Dänemark oder Israel. Unsere Truppe war ganz gut und man hat mit fast jedem wenigstens mal kurz geredet ausser mit den Franzosen, die sowieso nur unter sich bleiben. Wir waren am ersten Tag dann das erste Mal schnorcheln und waren abends alle zusammen gesessen mit der Crew. Endlich bekamen wir auch mal wieder gutes Essen nach Tagen voller Reis, Instant Nudeln und Toast. Inken und ich hatten uns das gleich das Beste Bett geschnappt. Über uns war eine Luke, die man auf und zu machen konnte. So hatten wir nachts Blick auf den Sternenhimmel und eine kühle Brise während die Anderen in stickiger Luft schwitzen mussten beim Schlafen. Am zweiten Tag ging es früh zum Whitehaven Beach. Wir hatten ziemlich Pech mit dem Wetter. An guten Tagen sieht dieser Strand wunderschön aus: weisser Sand, türkisblaues Wasser. Bei uns war es leider nicht so, aber trotzdem okay. Wir konnten am Strand vielen Rochen und kleinen Riffhaien nahe kommen. Im weiteren Verlauf des Tages machten wir noch 2 weitere Schnorchelstops. Der letzte davon soll einer der schönsten in ganz Australien sein. Wir sahen wieder allerlei Fische und Korallen.

Am letzten Tag waren wir nochmal schnorcheln um Schildkröten zu sehen. Ich habe leider keine gesehen, aber ein paar andere. Danach ging es schon wieder ans Land und wir hatten mal wieder festen Boden unter den Füssen. Das Boot war manchmal ganz schön wackelig und aufstehen und rumlaufen war teilweise unmöglich. Es war ein ganz schöner Trip, ich mochte es auf Deck zu sitzen und auf das Meer rauszuschauen mit dem Schaukeln der Wellen.

Wir machten uns dann wieder so schnell wie möglich auf den Weg runter nach Brisbane, wo mein Flieger Richtung Heimat starten wird. Wir sassen eigentlich die nächsten 2 Tage nur im Auto, aber kamen so auch früher als geplant in Brisbane an. 

Wir fuhren am nächsten Tag zum Lone Pine Koala Sanctuary. Dort gibt es ganz viele Koalas und alle möglichen australischen Tiere, die nochmal schön waren anzusehen. Wir konnten Kängurus streicheln und haben auch einen Koala gehalten. Der war echt so süss und flauschig. Ich kann leider immer noch keine Bilder posten, weil das Tablet ja kaputt ist.

Roadtrip #1

Samstag, 21.05.2016

 

Soo hallo mal wieder,

Es ist wieder viel passiert seit dem letzten Mal. So viel, dass ich schon wieder alles vergessen hab :D wenn ihr ausführliche berichte haben wollt, dann schaut auf Inken's Blog vorbei: www.discovernewzealand1516.wordpress.com

Also, wir sind dann am 5. Mai zur Jucy Autovermietung gegangen und haben unser Auto abgeholt für die nächsten 3 Wochen: ein kleiner, aber neuer Fiat Punto. Dann ging es ab auf die Strasse. Linksverkehr, neues Auto und das mitten durch Sydney. Am Anfang war es echt mega ungewohnt links zu fahren und die ganzen neuen Regeln zu beachten. Aber in diesem Moment, wo ich das schreibe haben wir schon über 2500km zurück gelegt und das Fahren auf den australischen Strassen wurde schon zur totalen Routine und mir macht es auch nichts mehr aus in grossen Städten zu fahren selbst wenn es dunkel ist oder im Berufsverkehr. Mit so einem kleinen Auto kann ich auch endlich mal gut einparken :D und dagegen ist in Würzburg fahren easy.

Nach Sydney ging es über einen Zwischenstop in Newcastle und Nelson Bay nach Buladelah, wo wir aber nur übernachtet haben.

Am nächsten Tag haben wir in Port Macquarie ein Koala Hospital besucht, sind noch in ein kleines Städtchen namens South West Rocks und gegen Abend ging es in meine 'zweite Heimat' Coffs Harbour. Hab im Edelweiss Restaurant meine ganzen ehemaligen Arbeitskollegen besucht, was nochmal echt schön war. Wir konnten dann zum Glück bei Dina übernachten, nur leider haben wir dann am Morgen einen Strafzettel von 106$ wegen falsch Parken entdeckt..

Weiter ging es mit Zwischenstop in den Surferorten Wooli und Yamba nach Byron Bay, wo wir 2 Nächte verbracht haben. Byron Bay ist eine Art Hippie Ort mit schönen Stränden. Viele Backpacker zieht es hier hin. Das Wasser dort ist auch echt glasklar und wir konnten uns nur schwer davon trennen. 

Nach einem Abstecher in Brunswick Heads und in der schönen Stadt Coolangatta fuhren wir nach Surfers Paradise. Ich hatte schon vor Jahren Bilder und Videos von Surfers Paradise gesehen und wollte da schon immer mal hin. Das Besondere an der Stadt ist, dass jede Menge Hochhäuser direkt am Strand stehen, was richtig cool aussieht. Mir hat es da auf jeden fall gut gefallen, weil auch einiges los war in der Stadt. So haben wir die 3 Tage dort am Strand oder mit Rumlaufen in der Stadt verbracht. Ausserdem waren wir noch im Springbrook National Park, wo wir einer giftigen Schlange und ein paar Wallabys begegnet sind. Kayak fahren waren wir dort auch noch im Stadtteil Biggera Waters.

Dann ging es von der Gold Coast an die Sunshine Coast. Erst waren wir am Strand von Mooloolaba und dann 2 Tage am Strand von Noosa, die mir auch richtig gut gefallen haben.

Am 16. ging es dann nach Rainbow Beach, von wo am nächsten Tag unsere Fraser Island Tour gestartet hat. Fraser Island ist die grösste Sandinsel der Welt. Wir wurden von einem grossen 4wd Fahrzeug abgeholt, indem etwa 20 Leute Platz hatten. Nach einer kurzen Fahrt auf einer kleinen Fähre waren wir dann auf Fraser. Es gibt keine befestigten Wege, weshalb man nur langsam vorwärts kommt und es war ganz schön bumpy. Erst fuhren wir nur am Strand entlang und dann rein in den Dschungel. Obwohl die Insel aus Sand besteht, wachsen dort trotzdem dschungelartige Pflanzen. Dann fuhren wir zu Lake McKenzie, was wirklich so schön war. Das Wasser war glasklar und wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Nach einem guten Mittagessen haben wir noch eine kleine Wanderung im Wald gemacht und dann ging es schon langsam wieder zurück. Zum Glück sahen wir noch einen Dingo auf der Rückfahrt. Das sind sowas wie wilde Hunde, die auch gefährlich werden können und die man nicht immer sieht.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Hervey Bay, wo wir eine Stunde Stand up Paddling gemacht haben. 

Heute ging es nach Agnes Water. Dieser Ort ist bekannt dafür, dass es dort gute Wellen gibt zum Surfen besonders für Anfänger. Ich hab mir also ein Board geliehen und bin ins Wasser. Am Anfang war noch alles gut und es hat echt Spass gemacht. Nur dann lies ich das Brett einen Moment los und eine Welle schlug mir das Board mit voller Wucht ins Gesicht. Ich realisierte gar nicht, was passiert war. Mein Kopf tat nur total weh. Dann sah ich aber plötzlich ganz viel Blut ins Wasser und aufs Surfboard tropfen. Ich bin dann sofort aus dem Wasser und irgendwann realsierte ich, dass das ganze Blut aus meiner Nase kam. Meine Lippe war auch schon total angeschwollen. War bestimmt ein lustiger Anblick wie ich da stand mit den Händen und dem Gesicht voller Blut und dem Surfbrett in der Hand. Zwei nette Frauen haben mir geholfen und ich hab dann etwas hyperventiliert. Bin dann zurück zu Inken gelaufen, die den Lifeguard mit Cool Packs geholt hat. Mir tat dann noch den ganzen Tag der Kopf, die Lippe, die Vorderzähne und die Nase total weh und ich seh etwas zerschlagen aus :D Ich hatte den Verdacht, dass meine Nase gebrochen ist, aber ich weiss es nicht. Selbst wenn, kann man da nicht viel machen. Mal schauen, wie es die nächsten Tage wird. Es hätte noch viel schlimmer kommen können, aber dieser Unfall hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen :D

Wir sind also jetzt seit 2 Wochen on the road und haben noch keinen Cent für Unterkunft ausgegeben. Wir schlafen immer entweder im Auto oder im Zelt auf irgendwelchen Rest Areas, Parkplätzen, Tankstellen oder was es halt so gibt. Ich bevorzuge das Auto, weil mein Schlafsack nicht so dick ist und es nachts manchmal richtig eisig kalt wird. Am Tag sind es meistens noch 27-31 Grad aber nachts war ich oft stundenlang wach gelegen wegen der Kälte. Im Auto ist es halt nicht besonders bequem, da wir nur die Sitze zurück klappen. Wir wachen meistens schon zwischen 5:30 und 7 Uhr auf. 7:30 bedeutet für mich mittlerweile schon ausschlafen. 

Duschen sind auch nur begrenzt. Oft duschen wir an den outdoor Strandduschen. Da werden wir immer schön doof von den Leuten angeschaut, wenn wir da stehen und unsere Haare einschäumen, aber egal :D Aber man gewöhnt sich an die komischen Blicke. Letztens sind wir einmal aufgewacht, weil es richtig laut um uns rum wurde, sind aus dem Zelt gekrabbelt und um uns rum wurde irgendein Markt oder sowas aufgebaut mit Ständen und so weiter und wir sind mittendrin ganz verschlafen aus dem Zelt gekrochen.

Kochen ist hier auch nicht immer so leicht. An den Stränden gibt es oft solche elektrischen Barbecues. Wir haben so eine billige Aluschale gekauft in die wir dann Wasser und Reis oder Nudeln füllen und stellen das dann auf den Grill, dass es sich erwärmt. Bis das dann fertig ist, kann es dauern. Lange dauern. Weil so warm wird der Barbecue nicht. Wenn man kochendes Wasser haben will, hat man keine Chance. Aber wir verhungern nicht! Auch wenn wir letztens 3 Tage hintereinander keine warme Mahlzeit hatten, da wir keine Barbecues gefunden hatten. Da muss dann Toast reichen :D

So, trotz der ganzen 'schlechten' und 'schwierigen' Sachen, die auf diesem Roadtrip passiert sind oder noch passieren werden, ist es auf jeden fall immer recht abenteuerlich und ein gutes Erlebnis. Wir leben im Prinzip draussen, sind immer an der frischen Luft, machen und sehen coole Sachen. Und die Schwierigkeiten mit dem Duschen und Kochen und so weiter hält man schon mal ein paar Wochen durch. Dann freut man sich auch wieder auf Zuhause, wo mir mein Bett und das Bad mittlerweile als totaler Luxus erscheint. 

Bilder kann ich leider keine mehr hochladen, weil mein Tablet kaputt ist. Wer welche sehen möchte, kann sich ja bei mir melden, wenn ich wieder zurück bin. Wir sind auch immer fleissig am Gopro/Unterwasser Videos machen.

So jetzt hab ich doch wieder viel geschrieben. Vielleicht könnt ihr euch jetzt vorstellen, was zur Zeit so bei mir los ist.

Bis bald!

Sydney 2.0

Mittwoch, 11.05.2016

In Sydney angekommen ging es erst mal zum Hostel. Es ist nicht das Beste, aber für den Preis passt es auf jeden fall. Nach den ganzen homestays in letzter Zeit merke ich dass ich langsam mal wieder eine längere Pause von Hostel brauche und ein eigenes Zimmer auch mal wieder ganz schön wäre :D
Sonntags kann man für 2,50$ den ganzen Tag in und um Sydney rumfahren - in Zügen, Bussen und auf Fähren. Das mussten wir trotz grosser Müdigkeit ausnutzen. Wir sind dann mit der Fähre zum Manly Beach gefahren und dann noch zum Olympia Park, der echt weit weg war. Die Olympischen Spiele waren 2000 in Sydney und es waren halt überall die grossen Stadien, aber das Viertel ist heutzutage echt wie ausgestorben. Ich glaube die Arenen werden kaum noch benutzt und es sind dort auch kaum Menschen auf den Strassen. Nach Sonnenuntergang sind wir noch zum Milsons Point gefahren, wo ich Silvester verbracht habe. Da hat man einen perfekten Blick auf die Harbour Bridge und das Opera House. Dann ging es noch zum Darling Harbour und wir haben kurz ins Hard Rock Café geschaut. Dann ging es nach einem seeehr langen Tag endlich ins Bett.

Am nächsten Tag haben wir den Bondi to Cogee Beach Coastal Walk gemacht, den ich im Januar schon gemacht hab. Es war trotzdem nochmal echt schön an den ganzen Stränden und auf den Felsen entlang zu laufen. Dann sind wir noch ewig in den Strassen rumgelaufen vor allem durch die Pitt Street, die Shopping Area. Aber haben natürlich kein Geld uns irgendwas zu kaufen :D

Dienstag ging es dann relativ früh in den Zug und wir haben uns auf den Weg zu den Blue Mountains gemacht. Erster Stop war bei den Wentworth Falls. Erst ging es ein paar Kilometer durch den australischen Wald bis wir oben am Anfang des Wasserfalls angekommen waren. Dann ging es noch richtig steile Treppen runter zum Fusse des Wasserfalls. Das sah richtig schön aus. Nur ging es dann leider wieder hoch und es war echt anstrengend, weil die Stufen fast so steil wie Leitern waren.
Der 2. Stop war dann Katoomba. Dort sind die berühmten 3 Sisters, eine Felsformation und man hatte einen sehr weiten Blick auf die mit Wald bedeckten Hügel.

Nachts sind wir dann nach zum Opera House weil ich dann um Mitternacht Geburtstag hatte. Mein Geburtstag war auch gleichzeitig mein 6 monatiges Jubiläum sozusagen :D Wenn man die Wochen zählt, bin ich schon seit genau 6 Monaten weg von zu Hause. Fühlt sich noch nicht gar nicht so lange an irgendwie.
Nach einem Luxus Frühstück (Danke Inken!) sind wir dann also nochmal zum Opera House bei Tageslicht und sind am Hafen rumgelaufen. Danach ging es in den Zug zu noch einem Café, wo es diese besonderen Milchshakes gibt.
Danach sind wir mit dem Bus zu einem Park in den Dover Heights gefahren. Das war auf einem Berg, wo man einen perfekten Blick auf die Skyline von Sydney hatte. Dort haben wir dann den Sonnenuntergang genossen und sind dann noch den ganzen Abend mit der Fähre rumgefahren, um ein letztes Mal die vielen Stadtlichter anzuschauen.

Wenn ihr noch mehr Bildern und das ganze aus Inken's Sicht lesen wollt, ihr Blog ist: www.discovernewzealand1516.wordpress.com

 

Melbourne 2.0

Mittwoch, 11.05.2016

In Melbourne angekommen haben uns  die Hutchinson's (meine alte Gastfamilie) empfangen. Ich hab mich sehr gefreut alle wiederzusehen. Am ersten Tag sind wir zum Naughty Boy Café gefahren und haben dort einen Freakshake getrunken. Das sind Milkshakes, die aber besonders schön aussehen. Ist ein grosser Trend in Australien geworden. Dann sind wir noch ein bisschen in der Innenstadt rumgelaufen und haben an verschiedenen Plätzen gechillt bis es langsam dunkel wurde.

Am nächsten Tag sind wir eine Weile durch die Geschäfte gebummelt und haben die free walking tour mitgemacht, die ich im November schon mal mit Jule gemacht hatte. Den restlichen Abend haben wir wieder am Yarra River gechillt und die Schönheit der Stadt bei Nacht bewundert. Abends musste ich schon wieder von meinen Gasteltern verabschieden, da sie für eine Woche wegfahren. Ich hoffe, ich sehe sie irgendwann bald mal wieder. Die ganze Familie ist mir echt ans Herz gewachsen. Das Haus und alles fühlt sich schon total vertraut an mittlerweile und ich kriege dauernd Flashbacks davon wie ich als 15 jährige dort rumgelaufen bin

Am nächsten Morgen sind wir wieder in die Stadt reingefahren und gleich zur Hosier Lane, die berühmte Graffitti Strasse. Dann sind wir noch ein bisschen durch die Shops gelaufen und haben uns ein Melbourne Tshirt gegönnt. Danach sind wir zu Johnny Pump gefahren, das ist noch ein Café, wo es diese mega guten Milchshakes gibt und sie waren auch mal wieder sehr lecker.
Dann ging es noch zum Shrine of Remembrance, wo man eine gute Sicht auf die Skyline hatte und unten ein ganz cooles Museum war.
Gegen Abend sind wir dann noch nach St Kilda gefahren und haben uns nochmal die Pinguine dort angeschaut. Wir wollten schon früh die Hoffnung aufgeben, weil keine Pinguine kamen oder sie nur weit weg waren. Aber sie kamen dann doch noch so nah und sind direkt vor unseren Füssen rumgelaufen. Possums haben wir auch bestimmt 3 Stück in den Bäumen gesehen. Ich hab dann noch zufällig 3 Jungs, die ich aus Coffs kenne, einfach auf der Strasse getroffen. Australien ist halt auch nur ein Dorf :D

Am nächsten Tag war ausnahmsweise mal schlechtes Wetter. Melbourne ist noch ungewöhnlich warm für Ende April. Wir sind dann mit Sarah nach Chadstone gefahren, die grosse Shoppingmall, wo ich schon einige Male war in den letzten Jahren. Sarah hat uns dann einen Mocca im Lindt Café spendiert. Wegen dem Regen waren wir danach nur noch ein bisschen im Haus. Als es dunkel wurde, hat Sarah dann mit uns Fish and Chips geholt und wir haben die am Brighton beach gegessen. Danach waren wir noch bei Yo-Chi, einem Frozen Yoghurt Laden, wo ich das letzte Mal an meinem letzten Tag vom Schülerautausch war.

Am letzten Tag haben wir uns die berühmten Beach Boxes in Brighton nochmal bei Tageslicht angeschaut und sind nochmal kurz nach St Kilda. Am Abend haben wir dann schon wieder Melbourne verlassen und sind um 20 Uhr mit dem Zug aufgebrochen und kamen dann erst um 7 Uhr morgens an. Ich konnte ganz gut schlafen, obwohl ein Opa neben mir sass, der mich echt lange zugelabert hat und Menschen zwischendurch im Schlaf angefangen haben zu reden oder zu schreien.

Melbourne ist und bleibt der einzige Ort in Australien oder Neuseeland, wo ich mir ernsthaft vorstellen könnte mal zu wohnen. Kein Wunder, Melbourne ist ja auch auf Platz 1 der lebenswertesten Städte der Welt :D

Bye New Zealand

Mittwoch, 11.05.2016

Mit grosser Verspätung gehen meine Blogeinträge weiter:

Es ging dann weiter nach Rolleston, Nähe christchurch. Dort konnten wir in einem Haus übernachten von Leuten, die Inken kennt. Da sie aber im Urlaub waren, hatten wir das Haus für uns. Einen Lift zum airport bekamen wir sogar von der Tochter. Und dann ging's schon wieder ab in den Flieger nach Australien, meine fast schon zweite Heimat :D

Die 31 Tage Neuseeland waren gefüllt mit viel Natur, Wandern, den schönsten Landschaften, vielen neuen Leuten und guten neuen Erfahrungen. Auch wenn mich der Ausflug noch einiges mehr gekostet hat, hab ich es keine Sekunde bereut und ich empfehle jedem nach Neuseeland zu gehen falls er die möglichkeit hat. Es ist zwar ruhig und nicht viel los, aber überall ist es einfach wunderschön und ich wusste bis Neuseeland nicht, dass Landschaften und Natur einem den Atem rauben und einen fast zum Weinen bringen können.

Dunedin / New Zealand

Samstag, 30.04.2016

Dunedin ist die 7. grösste Stadt, voller Studenten und hat auch ein bisschen Architektur. Wir sind am ersten Tag durch die Stadt gelaufen und waren abends in der Kirche, weil wir einfach mal wissen wollten wie die Kirche in Neuseeland ist. Wir waren zu 6. in einer riesigen Kirche. Tat mir ein bisschen leid für den Chor, dass sie nur so wenig Zuhörer hatten, weil sie echt gut waren. Aber andererseits war es auch sehr langweilig.
Am nächsten Tag sind wir erst mal zum Tunnel Beach gehitchhiket. Der Strand oder eher die Felsen sind richtig, richtig schön und wir haben eine Weile dort verbracht. Dann hat uns eine Frau ein paar Kilometer zurück zum St Clair Beach gefahren und dann haben wir noch einen Mann gefunden, der uns ins city centre gebracht hat. Nach kurzer Essenspause im Hostel ging es dann 4km zur Baldwin Street, der steilsten Strasse der ganzen Welt. Wir sind die Strasse sogar hochgelaufen und sie war wirklich sehr steil. Die Bilder zeigen das gar nicht wirklich.

Am nächsten Tag waren wir den ganzen Vormittag im Warehouse. Ein riesen Laden, wo es eigentlich alles gibt. In Deutschland gibt es nicht wirklich was vergleichbares höchstens Ikea vielleicht.
Später ging es dann weiter ins Otago Museum, was ganz nett war. Es ging hauptsächlich um die Kultur der Maori, die Ureinwohner Neuseelands und um verschiedene Tiere.

An unserem letzten Tag in Dunedin mussten wir wegen Zeitmangel eine schwierige Entscheidung fällen. Wir wollten entweder ins Planetarium oder in die Schokoladenfabrik von Cadbury. Wir entschieden uns dann lieber für die Schokoladenfabrik :D Die Führung begann damit dass jeder eine kleine Tüte bekam, die nach und nach mit verschiedenen Schokoladenriegeln vollgemacht wurde. Man konnte leider nicht in die Fabrikhallen gehen, aber es war trotzdem ganz interessant. Das Beste war ein Tasting Room. Es gab spender mit verschiedenen Sorten flüssiger Schokolade die man in kleine Becher in der Grösse eines Shotglasses füllen konnte. Dann gab es noch Toppings wie Popcorn, Oreo und Streusel, die man drauf tun konnte. Inken und ich freuten uns richtig und wir wollten so viel wie möglich essen nur leider wurde uns schon vom 2. Becher richtig schlecht, was bis abends angehalten hat.

  

Hampden / New Zealand

Freitag, 22.04.2016

Hampden ist kein wirklicher Ort, sondern eher eine Ansammlung von ein paar Häusern. Wir haben auf einem schönen Campingplatz geschlafen in einem kleinen, süssen Caravan. War zwar etwas eng, aber gemütlich. Am ersten Tag haben wir uns erst mal eine Weile an den Strand da gesetzt. Nach einer Weile sahen wir eine Flosse immer öfter aus dem Wasser herausblitzen. Hat sich rausgestellt dass es ein Delfin war. Wir sind also näher hin gelaufen und es hat sich rausgestellt dass es sogar 2 waren. Wir haben lange beobachtet wie sie in den Wellen gesurft und gespielt haben und sogar 2mal hochgesprungen sind. Nach einer Weile kamen immer mehr dazu bis es am Ende 5 Delfine waren. Sie kamen teilweise richtig nah an den Strand und es war richtig cool sie so lange zu sehen. Den restlichen Abend haben wir gemütlich im Caravan gechillt und Dr House geschaut :D Zum Glück haben wir nicht gefroren weil wir einen Heizlüfter hatten.
Der eigentliche Grund warum wir nach Hampden gekommen sind, waren die Moeraki Boulders. Wir sind also so früh aufgestanden, dass wir beim Sonnenaufgang bei den berühmten Steinen waren. Trotz einer grossen Fotografengruppe war es richtig schön. Gegen Mittag ging es dann weiter nach Dunedin.

 

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